Am Anfang

Und es begab sich zu der Zeit im Jahre des Herrn 1982, daß ein kleiner Sprengel jüngerer Herren sich in der örtlichen Modellbahnlokalität (Thedy Spielwaren) zu gelegentlichen Treffen einfand. Nach einiger Zeit kannte man sich und kam des öfteren ins Gespräch. Neue Ideen wurden diskutiert und der Wunsch nach einem eigenen Verein um diese in die Tat umzusetzen stand alsbald im Raum. Voller Enthusiasmus wurde eine Gründungsversammlung vorbereitet und natürlich sollten auch andere Herren in den Genuß kommen, an diesem historischen Ereignis teilzuhaben. über die örtlichen Gazetten wurde daher Anfang Juni freundlichst zur Gründungsversammlung eines Modelleisenbahnvereins eingeladen.

Zur großen Enttäuschung dieser enthusiastischen Herren konnten jedoch zum vorgesehenen Gründungstag nicht genügend Gleichgesinnte begrüßt werden. Aufgeben kam natürlich keinesfalls in Frage, und so erging für den 15. Juni 1982 eine erneute Einladung zur Vereinsgründung nach Allmendshofen in den "Grünen Baum". Der Herr ließ ein kleines Wunder geschehen, denn es erschienen zu diesem Termin genügend intereßierte (oder neugierige) Modelleisenbahner. Und so konnten an diesem bedeutsamen Tag die Eisenbahnfreunde Donaueschingen aus der Taufe gehoben werden.

Dies war jedoch erst der ANFANG. Es mußten: eine Satzung ausgearbeitet, eine Bleibe für den Verein gefunden und weitere Mitglieder geworben werden. Auch der große Eifer und unermüdliche Einsatz der Mitglieder für den jungen Verein konnte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, daß es um die Finanzen schlecht bestellt war. Und wieder meinte der Herr es gut mit den Einsenbahnfreuden und griff ein weiteres Mal ein. Einige Mitglieder zückten ihre Geldbörsen und spendeten großzügig einige Gulden. Durch diese Großmut konnten die ersten Engpäße überwunden werden.

Beim Clubheim schließlich muß es wohl Fortuna gewesen sein, die sich wohl gesonnen zeigte. Recht bald war als erste Bleibe ein Nebengebäude des Donaueschinger Bahnhofs gefunden. Leider waren die Räumlichkeiten recht beengt und so konnte man die Abende in den Clubräumen als sehr " kuschelig" bezeichnen. Das sparte zwar Heizkosten, auf Dauer mochten die meisten Mitglieder eine solch enge Verbindung untereinander denn doch nicht eingehen. Es mußte also ein größerer Raum her! Doch woher nehmen? Etwas so Paßendes wie das Nebengebäude des Bahnhofs würde nicht leicht zu finden sein.

Und wieder hatte man großes Glück, es nahte Hilfe. Ob Zufall oder Vorsehung, wer kann es wißen. Der Bahnhof Donaueschingen war vor kurzem von mechanischen auf elektrische Signalanlagen umgestellt und ein neues Stellwerk gebaut worden. In typischer DB Manier sollten deshalb die drei alten mechanischen Stellwerke abgerißen werden. Das war DIE Chance! Vielleicht würde die DB eines davon an den EFD vermieten? Das Stellwerk II, zwischen den Ausfahrgleisen Richtung Villingen gelegen, stand ganz oben auf der Wunschliste. Der wunderbare Panoramablick auf die Bahnanlagen ließ die Herzen höher schlagen. Der Nachteil daran waren die wenigen Parkplätze und der nicht gerade als ideal zu bezeichnende Zugang. Und das wichtigste, ziemlich klein war dieses Stellwerk auch noch. Kuscheln. war aber nicht mehr gewünscht. Zum Glück gab es auf dem Donaueschinger Bahnhofsgelände noch 2 weitere Stellwerke. Die DB davon zu überzeugen eines davon dem EFD als neue Heimat zur Verfügung zu stellen anstatt es abzureißen, dafür bedurfte es schon einiger überredungskunst.
Ab dem 08. April 1983 war das ehemalige Stellwerk III als Vereinsheim unser Eigen geworden. Dieses Heim bestand aus einem großen leeren Raum, deßen heutiger gemütlicher Zustand erst mit Hilfe von "Heinzelmännchen" geschaffen werden mußte. Vor Beginn dieser schweißtreibenden Arbeiten stand aber noch ein wichtiger Termin an. Die offizielle Eintragung in das Vereinsregister der Stadt Donaueschingen am 11.05.1983. Voller Stolz auf das Erreichte durften wir uns jetzt "Eisenbahnfreunde Donaueschingen e.V." nennen.

In den folgenden Monaten investierten die Mitglieder einen Großteil ihrer Freizeit in den Ausbau bzw. die Renovierung des Clubheimes. Einsatz allein war natürlich nicht genug, denn ohne Material kann der beste Handwerker nicht werken. Die Ersparniße des Vereins waren mager und reichten kaum für das Nötigste. Aber wie sagt schon ein altes Sprichwort: "Not macht erfinderisch", und plötzlich war eine Idee da. Das Stellwerk II stand in der Nähe und war nicht ganz so ausgeräumt wie das unsrige. Also taten wir das, was einem gestandenen Eisenbahner eigentlich in der Seele wehtut, wir schafften alles, was noch irgendwie brauchbar schien in unser neues Clubheim. Unter anderem auch die Hebelbank, um die uns bis heute so mancher Verein beneidet.

Am 24./25. September des gleichen Jahres konnten wir, nach unzähligen Arbeitßtunden, stolz unser Clubheim mit einer Außtellung der öffentlichkeit präsentieren. Um nicht aus der übung zu kommen, ging es dann gleich in die Planungsphase für den Tag der offenen Tür des Bahnhofs Donaueschingen über, der am 09. April 1984 statt fand.

Zum Ende dieses Jahres trafen sich zum ersten Mal Mitglieder und Angehörige zum geselligen Beisammensein in der Vorweihnachtszeit. Dieses Treffen begründete eine Tradition, die bis heute andauert. Das diensttuende Personal des letzten Zuges an Heiligabend erhält jeweils eine Flasche Wein als kleines Weihnachtsgeschenk überreicht.

1985 , das große Jahr der deutschen Eisenbahn, "150 Jahre Eisenbahnen in Deutschland" Wenn das mal kein Grund zum Feiern war. Das Bahnhofsfest am 28. April fand natürlich nicht ohne unsere Beteiligung statt. Bewirtung im Stellwerk und ein Flohmarkt wurden zu organisier. Der absolute Renner aber war die Geschwindigkeitsmeßstrecke, auf der die mitgebrachten Fahrzeuge der Besucher einen Lauf absolvieren konnten. Also, alles in allem für uns ein voller Erfolg.
Seit dem Sommer des gleichen Jahres veranstalten wir traditionell ein Grillfest für die Vereinsmitglieder und ihre Familien, zu dem auch befreundete Vereine gern gesehene Gäste sind.

Am 25. April 1986 starteten die Planungen für die große Donautal-Anlage. Unsere Geschwindigkeitsmeßstrecke war zwar für eine Außtellung ganz intereßant, uns hatte aber der Ehrgeiz gepackt. Wir wollten unseren Besuchern eine richtig toll ausgestaltete Anlage zeigen. Nach mehreren Diskußionsabenden und Foto-Safaris zu den potentiellen Vorbildern, einigte man sich schließlich darauf, mit einigen Abwandlungen den Bahnhof "Hausen im Tal" als Vorbild zu nehmen. Bereits im Juli wurde mit der Konstruktion des Untergestells begonnen. Wir hofften auf einen zügigen Baufortschritt, denn für Dezember hatten wir eine Weihnachtsaußtellung geplant. Parallel zu den Arbeiten an der H0-Anlage, nahmen wir nun auch die Sanierung und Gestaltung des Außenbereichs unseres Stellwerks in Angriff. Am 31. Oktober 86 wurde das erste unserer Signale angeliefert. Ein Gleißperrsignal, deßen Restaurierung uns noch einige Zeit beschäftigte. Als wir am 13. Dezember wie geplant zur Weihnachtsaußtellung die Pforten öffneten, hatten wir es auch so weit geschafft, daß die Donautal-Anlage im Rohbau vorgezeigt werden konnte. Die weitere Ausgestaltung/Aufbau der Anlage beschäftigte uns aber noch einige Jahre.

Am 24. Juli des folgenden Jahres bekamen wir, als weiteres Detail der Gestaltung der Außenanlage, ein Form-Vorsignal. Für den Aufbau am 09. Oktober 1987 mußte es aber zunächst von fleißigen Helfern vorbereitet werden. Und damit war der erste Abschnitt der Außengestaltung erfolgreich abgeschloßen.

Den zweiten konnten wir erst zwei Jahre später (1989) in Angriff nehmen. Diesmal war endlich der Eingangsbereich an der Reihe. Der Dreck und Kies/Schotterstreifen wurde beseitigt und der Platz gepflastert. Zur Freude unseres Putzdienstes kam man jetzt mit sauberem Schuhwerk ins Stellwerk. Gleichzeitig wurde ein Platz geschaffen um im Sommer an gemütlichen Abenden und zu Grillfesten draußen zu sitzen.

Der Januar des neuen Jahres 1990 hielt gleich eine böse überraschung für uns bereit denn der alte Heizkeßel versagte seinen Dienst. Um die wertvollen Fahrzeuge und die Elektronik der Anlagen vor Schäden zu bewahren, wurde im Rekordtempo ein neuer Heizkeßel eingebaut. Ab dem Frühjahr war es mit den ruhigen Clubabenden vorbei. Die Kinder einiger Mitglieder hatten Intereße am Verein bekundet. Da Nachwuchs für jeden Verein eine tolle Sache ist, wurde eine kleine Jugendgruppe mit zuerst nur 5 Mitgliedern im Alter zwischen 10 und 13 Jahren gegründet. Um die Jungen anzuleiten und zu beschäftigen wurde ein Jugendleiter bestellt. Unter seiner Führung begann die Jugend mit dem Bau einer N-Modulanlage die, so war es geplant, zu Außtellungen gezeigt werden sollte. 1990 wurde ein HP2-Signal am Bahnhof Geisingen demontiert und bei uns wieder aufgebaut. Es ergänzte wunderbar die Signalparade am Stellwerk.
Im September 1991 hatte unsere Jugend zum ersten Mal Gelegenheit, ihre N-Modulanlage bei der Gewerbeschau in Stühlingen auszustellen. Anfangs waren natürlich alle (nicht nur die Jungendlichen) sehr nervös. Durch die Teilnahme an weiteren Außtellungen in den Folgejahren, stellte sich bald eine gewiße Routine ein. Zwischen den Außtellungen wurde die Jugendanlage mehr und mehr erweitert. Zweimal war unsere N-Anlage sogar international zu bestaunen. Der mit uns befreundete Offenburger Verein vermittelte einen Kontakt zu einem Eisenbahnverein im Elsaß, bei deßen Außtellung wir unsere Anlage zeigen konnten.

1995 gab es dann eine weitere Premiere für die Jugend-Gruppe. Es wurde ein mehrtägiger Jugend-Ausflug ins Albulatal mit dem Ziel organisiert, die Strecke des Glacier Expreß zu erkunden.

Ein wahrlich fürstliches Ereignis stand am 10.08.1996 bevor. Die Erbprinzeßin des Hauses Fürstenberg hatte eine Tischanlage als Dekoration für ein Galadiner im Schloß Heiligenberg in Auftrag gegeben. Der Jugend gelang es innerhalb kurzer Zeit die Anlage zu bauen, welche dann - von zwei erwachsenen Mitgliedern betreut - während des kompletten Diners für Unterhaltung sorgte. Und selbstverständlich durfte unsere Jugend an der Weihnachtsaußtellung diese Anlage anstelle ihrer N-Modulanlage vorführen.

Im folgenden Jahr wurde unsere bahntechnische Sammlung um 2 Andreaskreuze und eine Schranke erweitert und nach Aufarbeitung aller Teile vor dem Stellwerk positioniert. Da die Blinklichter der Andreaskreuze funktionieren sollten, war das Aufstellen etwas kompliziert. Doch wie heißt es so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Im März des Jahres 1998 wurde der eigentliche Jugendraum von den Digitalbahnern requiriert. Dieser Raum war im Vorjahr aus dem ehemaligen Kohlenkeller entstanden, nachdem die alte Kohleheizung durch eine neue Gastherme ersetzt worden war. Er wurde aus Platzmangel von den Jungen kaum genutzt und so begannen hier die Digitaler mit dem Bau des digitalgesteuerten Betriebswerks. Etwa zur gleichen Zeit konnten wir von der DB zusätzlich den alten Abstellraum anmieten, d. h., wir hatten nun das gesamte Stellwerk in Beschlag genommen. Neben dem Jugendraum wurde ein Durchbruch zum Abstellraum geschaffen und damit hatten wir uns eine große "Rumpelkammer " geschaffen.

Im Millenniumsjahr 2000 beteiligte sich unser Verein zum ersten Mal am Kinderferienprogramm der Stadt Donaueschingen, um den Nachwuchs für unser Hobby zu begeistern. Mit den Betreuern und einer ganzen Schar Kinder ging es zur Wutachtalbahn/Sauschwänzlebahn, wo noch echte Dampfrößer in Aktion erlebt werden konnten. Zum Abschluß wurden die Kinder im Stellwerk mit Waffeln gefüttert und durften sich an Bausätzen von Faller versuchen. Seitdem beteiligen wir uns regelmäßig am Kinderferienprogramm, und die stetige Zahl an Kindern bzw. jugendlichen Teilnehmern zeigt, daß auch heute noch reichlich Intereße an der Eisenbahn vorhanden ist.

Im Oktober 2001, nach einer mehr schlecht als recht verlaufenen Außtellung während der Modellbahnbörse in Villingen, zeigte sich, daß die N-Modulanlage am Ende war. Eine Grundsanierung bzw. ein Teilabriß der Anlage war nötig, um sie in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen. Doch weder das Budget noch die stark dezimierte Jugendgruppe war einer solchen Aufgabe gewachsen. Also wurde beschloßen, die Anlage abzureißen und durch eine von einem Mitglied erstandene Modulanlage zu ersetzen.

Das endgültige Aus ereilte die alte Anlage allerdings erst im Frühjahr 2002. Im Rahmen einer Entrümpelungsaktion zur Vorbereitung unseres 20-jährigen Vereinsjubiläums mußte unsere Rumpelkammer aufgeräumt werden. Hier sollte während der Jubiläumsfeierlichkeiten ein Flohmarkt stattfinden und bei schlechtem Wetter die Bewirtung der Gäste. Um den nötigen Platz zu schaffen, wanderte die Anlage auf den Müll.

Aber am Tag der Jubiläumsaußtellung hatten wir Glück, denn es herrschte tolles Frühlingswetter und wir konnten unsere Gäste draußen bewirten. Der Flohmarkt fand wie geplant im ehemaligen Spannwerksraum statt, wo auch die Jugend den Rohbau ihrer neuen Anlage präsentieren konnte.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung.

Der Höhepunkt des Jubiläums war die Fahrt mit einem historischen Triebwagen der Sauschwänzlebahn. Von Donaueschingen ging es mit dem VT 98 in Richtung Immendingen um kurz vor dem ehemaligen Bahnhof Hintschingen auf die Strecke der Museumsbahn zu wechseln. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, denn es war ein grauer, trüber Tag, was der guten Stimmung im Triebwagen aber keinen Abbruch tat. Nach dem Wenden im Bahnhof Weizen und einigen Photostopps, ging es zurück nach Donaueschingen. Dort fand der Jubiläumsausflug dann seinen Abschluß im Stellwerk.

Die Entrümpelungsaktion des ehemaligen Spannwerkraums weckte Begehrlichkeiten bei den Digitalern und auch der Jugend. Deshalb wurde auf der Jahreshauptversammlung 2003 beschloßen, den Raum auszubauen. Den ganzen Sommer über war ein Teil der Mitglieder damit beschäftigt, den Raum zu isolieren, die Decke abzuhängen, einen Boden einzuziehen und die Wände zu streichen. Und bereits zur Weihnachtsaustellung 2003 konnte die Jugend ihre neue Anlage in den neuen Räumlichkeiten präsentieren.

Gleich zu Anfang 2004 wurde mit den Arbeiten an der neuen Digitalanlage begonnen. Da die Gleispläne bereits im Vorjahr erstellt worden waren, konnten wir den Bau umgehend in Angriff nehmen. Das ganze Jahr über wurden Traßen gebaut, Gleise verlegt und Kabel gezogen. Der Lohn unserer Mühen war dann ein provisorischer Fahrbetrieb zur Weihnachtsaußtellung des Jahres 2004. Im Sommer des gleichen Jahres stand zusätzlich die Renovierung unserer Signale vor dem Stellwerk auf dem Plan, da Wind und Wetter ihnen erheblich zugesetzt hatten. Ein Jahr später, im Sommer 2005, waren die Arbeiten an den Gleisanlagen der Digitalbahn abgeschloßen und es wurde verstärkt an der Verkabelung der Anlage gearbeitet. In Zeitschriften wird gerne der geringere Aufwand der Verkabelung als großer Vorteil der digitalen Modellbahnsteuerung gepriesen. Diese Außage kann man getrost vergeßen. Für die Steuerung einer Anlage über den PC muß man schon einiges an Verdrahtungsaufwand investieren. Sicher, man arbeitet mit Bus-Systemen, die Leitungslängen sind aber trotzdem nicht unerheblich.

Im Jahr darauf begannen die Vorüberlegungen zu unserem 25-jährigen Vereinsjubiläum, das wir natürlich richtig groß feiern wollten. Da man so etwas nicht von heute auf morgen auf die Beine stellt, wurden, wie in der großen Politik, Außchüße und Komitees gebildet, die das ganze Jahr emsig mit den Vorbereitungen beschäftigt waren. Die Renovierung der oberen Räume des Stellwerks für diesen Anlaß war nach 24 Jahren keine Frage.

Begann unser Jubiläumsjahr zunächst noch relativ ruhig, änderte sich das im Laufe des Jahres, da es viel zu organisieren und beschaffen gab. Unsere Jugendgruppe hatte derweilen Streß ganz anderer Art. Quasi als Generalprobe wollte sie mit ihrer Anlage auf einer Außtellung in Donaueschingens Partnerstadt Saverne teilnehmen. Nach einigen Tagen hektischer Betriebsamkeit konnten unsere Jugendlichen die N-Anlage dort erfolgreich präsentieren. Hoher Besuch aus Donaueschingen, nämlich Herr Oberbürgermeister Frei, fand sich zur besonderen Freude der Jugend auf der Außtellung ein.

Am ersten Oktoberwochenende des Jahres 2007 war es dann soweit: Unsere große Jubiläumsaußtellung in der Donauhalle wurde eröffnet. Den ganzen Freitag über kamen Außteller um ihre Anlagen bzw. Stände aufzubauen. Schwerstarbeit leisteten unsere Mitglieder, um alles für den Eröffnungsabend vorzubereiten. Oberbürgermeister Frei hatte zugesagt, bei einem Sektempfang mit einer Ansprache die Festlichkeiten zu eröffnen. Nach einigen Ehrungen und einem Rundgang durch die Außtellung endete der erste Abend. Die erste Hürde war genommen, doch zwei weitere anstrengende Tage standen uns noch bevor.

Die Außtellung wurde, trotz oder gerade weil Herbstfest in Donaueschingen war, ein voller Erfolg. Die Resonanz bei den Besuchern war überwältigend. Es gab sogar einige Anfragen wegen eines Termins für die nächste große Außtellung. AAAhhhs und OOOOHHHs über die Modellbahnen in den verschiedenen Spurweiten waren allenthalben zu hören. Der Flohmarkt und unser gastronomischer Bereich kamen so gut an, daß an beiden Tagen teilweise nichts mehr ging. Als am Sonntagabend alles zu Ende ging, waren Vorstand und Organisationskomitee fix und fertig, glücklich und mit dem Verlauf der Außtellung vollauf zufrieden. Da Tradition verpflichtet, endete trotz der anstrengenden und aufwändigen Jubiläumsveranstaltung auch dieses Jahr mit unserer Weihnachtsaußtellung.

Die Jahreshauptversammlung 2008 brachte das Ende einer ära. Unser langjähriger erster Vorstand, legte auf eigenen Wunsch sein Amt nieder. Sein damaliger Zweiter wurde zum neuen Ersten gewählt was automatisch vorzeitige Neuwahlen für den Posten des zweiten Vorstands erforderte. Ins Jahr 2008 starteten wir also mit einer komplett erneuerten Führungsmannschaft.

Im Laufe des Jahres standen dann Sanierungsarbeiten in unserem Keller wegen gelegentlichen Hochwaßers an. So konnte es doch tatsächlich vorkommen, daß im Frühjahr oder Herbst unsere gesamten Biervorräte unter Waßer standen. Ein unhaltbarer Zustand!! Hauptsächlich handelte es sich dabei nur um Füpi (Fürstenberg Pils), aber auch das gute "Zäpfle" war davon betroffen. Daß wir dabei auch den Keller entrümpelten und die Regale erneuerten, versteht sich fast von selbst.

Unter neuer Führung begann die Vorbereitung für ein ganz besonderes Ereignis: eine Lok-Taufe. Im Oktober 2008 wurde eine Lok der Baureihe 146, eingesetzt auf der Schwarzwaldbahn vor Nahverkehrszügen, auf den Namen Donaueschingen getauft. Eine Aktion, die inzwischen viele Nachahmer gefunden hat. Begleitend zum Festakt veranstalteten die EFD einen sehr erfolgreichen Tag der offenen Tür.

2009 stand die nächste Sanierung an. Dieses Mal war das Dachgeschoß bzw. der Speicher des Stellwerks an der Reihe. Und wieder mußte erst entrümpelt werden. Um die Heizkosten zu senken, wurde das Dach isoliert. Zusätzlicher Stauraum (für unser Gerümpel) wurde durch Verlegung einer neuen Bodenplatte geschaffen. Die Planungen zur Modernisierung der H0-Donautal Anlage liefen praktisch nebenher. Sie war als älteste der vier Vereinsanlagen etwas "in die Jahre gekommen". Nach Planfeststellung und Ratifizierung durch die Jahreshauptversammlung begannen im Frühjahr die Umbauarbeiten. über den Fortschritt der Bauarbeiten und den Zustand der Anlage können Sie sich jederzeit gerne bei einem Besuch selbst ein Bild machen. Am 22. und 23. November gastierte unsere Jugend mit ihrer Anlage in Troßingen. Sie repräsentierte unseren Verein im Rahmen der Doppeljubiläumsaußtellung 25 Jahre Eisenbahnfreunde Troßingen und 111 Jahre Stadtbahn Troßingen.

Im folgenden Jahr brachen wir - nach hitzigen Diskußionen in der Jahreshauptversammlung - mit einer Tradition. Die öffnungszeiten für die Weihnachtsaußtellung sollten - zunächst nur versuchsweise - geändert werden. Die neuen öffnungszeiten wurden bei der Außtellung 2010 erstmals umgesetzt, der große Erfolg dieses Versuchs führte dann dazu, daß die änderungen für all unsere zukünftigen Weihnachtsaußtellungen übernommen wurden.

Der Dachboden war im nächsten Jahr ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Heizkostenersparnis war hier die überschrift. Hintergedanke: aufräumen. In den 18 Jahren in denen wir im Stellwerk III heimisch sind, hat sich einiges an Kruscht, Krempel aber auch an Schätzen angesammelt. Es war also an der Zeit Ordnung zu schaffen. Nach einem Jahr intensiver Arbeit konnte der ausgebaut und sanierte Dachboden im Hebst 2011 seiner neuen Bestimmung übergeben werden.

 

Bilder werden wohl irgendwann auch noch folgen!