Eisenbahnfreunde Donaueschingen e.V.
ehem. Stellwerk III | Postfach 1368 | 78154 Donaueschingen

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Vorgeschichte


Während unserer Ausstellungen wurden immer wieder Fragen bezüglich der digitalen Modellbahnsteuerung an uns herangetragen. Um die Eigenschaften, Vorzüge und Nachteile eines digitalen Modellbahnbetriebs darzustellen und wieder etwas mehr praktisches arbeiten in das theorielastige Vereinsleben zu bringen, wurde beschloßen ein digitales Schaustück zu bauen. Wegen der damals noch sehr beengten Platzverhältnisse im Vereinsheim, entschieden wir uns dafür ein "kleines" Betriebswerk zu bauen, mit dem die vielen Vorzüge der digitalen Steuerung anschaulich dargestellt werden können.

Nach gründlichem Studium der einschlägigen Fachliteratur wurde beschlossen, das BW in Modulbauweise auf zwei Ebenen zu bauen. Die unterste Ebene enthält eine Kehre mit Ausweichgleis, die obere Ebene enthält das eigentliche BW. Das BW weist alle Stationen auf, die ein kleines BW mit Drehscheibe benötigt: Bekohlungsanlage, Dieseltankstelle, Schweröltankstelle, Entschlackungs- und Untersuchungsgruben, Wasserkräne, Besandungs-anlage, Rohrblasgerüst, kleine Werkstatt und einen 6-ständigen Lokschuppen. Trotz der doch geringen Abmessungen des BWs ist es uns gelungen einen realistischen Ablauf der Behandlungsanlagen darzustellen.


Gleise und Technik


Als Gleismaterial kam das Märklin K-Gleis zum Einsatz, die Drehscheibe ist ein Gemeinschaftsprodukt von Märklin und Fleischmann. Gesteuert wird die Anlage mit dem Märklin Digital System; der Anschluß eines PCs ist hier nicht vorgesehen, d.h. daß keine Rückmeldebausteine eingebaut wurden.
Auch nach dem Umbau 2008 bzw. der Renovierung kann das BW von 2 Stationen aus gesteuert werden. Die Märklin Zentralen sowie die beiden Keyboards haben wir gegen zwei selbstgebaute Gleisbildstellpulte mit jeweils einer Intellibox I getauscht. Gleichzeitig haben wir mehrere Kontaktprobleme beseitigt und die alten Weichenantriebe von Märklin gegen moderne motorische Hoffmann-Antriebe getauscht. Die sollten zuverlässiger sein als die der Tante M und sehen dazu noch besser aus, da sie unterflur montiert wurden. Die Drehscheibe wurde überholt und mit einer neuen Decoder- bzw. Antriebseinheit ausgestattet. Sie kann nun über Zielwahltasten direkt auf den Gleisbildstellpulten ausgewählte Gleise anfahren.


Ausgestaltung


Die Ausgestaltung erfolgte in dunklen Sand und Grastönen um die Staub und Rußablagerungen nachzubilden. Auch die Gebäude - welche hauptsächlich von der Firma Faller stammen, wurden dezent mit Farbe behandelt um die typischen Verschmutzungen eines BWs zu erhalten. Ein besonderes Detail dabei sind die voll funktionsfähigen Signale der Drehscheibe. Die Bekohlungsanlage, die Diesel- und Öltankstelle und einer der zwei Bockkräne entstanden jedoch im Eigenbau. Das rollende Material an den Ausstellungen wird von den Mitgliedern bereitgestellt. Auch hier werden alle Epochen bunt gemischt.


Anmerkungen


Neben den oben genannten Änderungen wurde die Anlage mobil gemacht. Sie wurde ursprünglich als Segmentanlage geplant um mobil zu sein. Während des Baus wurde dieser Plan verworfen, bei den Renovierungsarbeiten aber erneut aufgegriffen und umgesetzt, d.h. die Anlage kann jetzt in zwei Segmente zerlegt werden und ist so transportabel. Damit können wir uns mit dieser Anlage auch auf Ausstellungen präsentieren.

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